Salwey Sieben Winter

Salwey Sieben Winter

Der Salwey Sieben Winter 2016 ist ein außergewöhnlicher deutscher Weißwein, der durch eine siebenjährige Kellerreife eine Tiefe und Komplexität erreicht hat, die im deutschen Weißwein ihresgleichen sucht. Grauburgunder und Chardonnay aus den vulkanischen Böden des Kaiserstuhls verbinden sich zu einem meditativ-komplexen Wein mit reicher Textur, mineralischer Würze und nussig-reifen Aromen. Von einem der profiliertesten Burgunderspezialisten Deutschlands – eine absolute Besonderheit für Liebhaber gereifter Weißweine.

Hasenscore: 96


Eine Rakete ist keine Bombe!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Salwey Sieben Winter
  • Weingut: Weingut Salwey
  • Klassifikation: Qualitätswein Baden (QbA), VDP-Mitglied
  • Jahrgang: 2016
  • Weinart: Weißwein
  • Alkohol: 13,0 % vol.
  • Rebsorten: Grauburgunder (ca. 80 %), Chardonnay (ca. 20 %) – Cuvée
  • Weinausbau: Ausbau im großen Holzfass (Kaiserstühler Eiche), Reife im Bergkeller über sieben Winter

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Deutschland
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Region: Baden
  • Teilregion: Kaiserstuhl
  • Ort: Oberrotweil, Gemeinde Vogtsburg im Kaiserstuhl

Terroir

  • Bodentyp: Vulkanischer Untergrund (Tephrit, verwitterte Lavaströme, Vulkanasche), durchzogen von Kalkadern; teilweise Lössauflagen in den Tieflagen
  • Bodenbeschaffenheit: Steinig, porös, gut drainiert, mit hoher Wärmespeicherkapazität durch das dunkle Vulkangestein
  • Klima: Kontinental mit mediterranem Einfluss; der Kaiserstuhl ist das wärmste Weinbaugebiet Deutschlands mit langen Sonnenstunden und warmen Sommern
  • Exposition: Variabel je nach Parzelle; typisch für den Kaiserstuhl sind Steil- und Terrassenlagen mit Süd- bis Südwestexposition
  • Höhenlage: ca. 220 bis 420 m ü. NN
  • Besondere Einflussfaktoren: Kühle Westwinde aus dem Rheintal und von den Vogesen sorgen für einen natürlichen Temperaturausgleich und verhindern übermäßige Reife; Flussnähe zum Rhein beeinflusst das Mikroklima; der Kaiserstuhl ist ein erloschener Vulkankegel

Quellenangabe

Besonderheit

Der Name „Sieben Winter" ist zugleich Programm und Versprechen: Dieser Weißwein aus dem Jahrgang 2016 wurde erst nach sieben Jahren im Kellerdunkel des Bergkellers von Weingut Salwey in Oberrotweil zur Verkostung freigegeben. Eine Reifezeit von sieben Jahren ist für einen deutschen Weißwein äußerst ungewöhnlich und hebt diese Cuvée aus Grauburgunder und Chardonnay weit aus dem Mainstream heraus. Der Bergkeller – 1997 in Tunnelbautechnik in den Berg getrieben – hält das ganze Jahr eine konstante Temperatur zwischen 11,5 und 13 Grad Celsius, was optimale Lagerbedingungen gewährleistet. Der Wein rangierte auf Vivino zum Zeitpunkt der Bewertung auf Platz 2 der meistbewerteten deutschen Weißweine in Deutschland und erhielt von drei internationalen Kritikern auf Wine-Searcher eine Gesamtnote von 95 von 100 Punkten.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes, reifes Goldgelb mit leichten Bernsteintönen; mittlere bis hohe Intensität; viskos mit langsam ablaufenden Schlieren am Glas
  • Duft/Nase: Komplex und vielschichtig – reife Birne, Quitte und Mirabelle bilden den primären Fruchtrahmen; ergänzt durch Noten von Bienenwachs, Marzipan und Brioche (sekundäre Gärungsaromen); durch die lange Fassreife kommen tertiäre Aromen wie geröstete Haselnuss, Walnuss, Karamell und eine dezente Rauchnote hinzu; im Hintergrund eine deutliche mineralisch-vulkanische Würze
  • Geschmack/Gaumen: Vollmundig, breit und komplex; reiche, cremige Textur; die Säure ist gut integriert und gibt dem Wein Frische und Spannung; reife Steinfrucht (Pfirsich, Nektarine), Haselnuss und Honignoten am Gaumen; eine feine Bitterkeit im Abklang verleiht Struktur; die mineralische Note des Vulkanbodens bleibt präsent
  • Abgang/Länge: Lang bis sehr lang; anhaltend mineralisch-würzig mit einem trockenen, nussigen Nachhall; elegant und warm

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Qualität

  • Komplexität: Sehr hoch – die siebenjährige Reife unter kontrollierten Kellerbedingungen hat dem Wein eine außergewöhnliche Tiefe verliehen; primäre, sekundäre und tertiäre Aromen greifen harmonisch ineinander
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – Säure, Schmelz, Frucht und Alkohol sind hervorragend integriert; weder zu schwer noch zu dünn; der Holzausbau ist gut eingebunden und dominiert nicht
  • Typizität: Für Kaiserstühler Weißwein atypisch in seiner extremen Reifezeit, aber vollkommen typisch für den Salwey-Stil: trocken, präzise, terroirgeprägt und von größtmöglicher Reinheit; erinnert an gereifte weiße Burgunder aus der Côte de Beaune
  • Lagerpotential: Der Wein befindet sich 2026 auf seinem Höhepunkt; weitere 3 bis 6 Jahre sinnvolle Lagerung möglich, jedoch ist kein wesentlicher Entwicklungsgewinn mehr zu erwarten

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Charakter

  • Meditativ und tiefgründig – kein Wein für den schnellen Genuss, sondern für konzentrierte Aufmerksamkeit
  • Von großer Reife und Komplexität, die an gereifte Burgunder aus dem Maconnais oder der Côte de Beaune erinnert
  • Ausgesprochen terroirgeprägt – die vulkanische Mineralität des Kaiserstuhls ist im Wein deutlich spürbar
  • Puristisch und präzise im Salwey-Stil: klar, geradlinig, durchgegoren, ohne Restsüße
  • Entwickelt sich stark mit Luft – sollte mindestens 30 Minuten vor dem Trinken dekantiert werden
  • Ein Rarität unter deutschen Weißweinen: extrem selten findet sich ein Weißwein dieser Art mit einer derart langen kontrollierten Reifezeit vom Erzeuger

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Food Pairing

  • Kalbsbries mit gebutterten Morcheln und Kerbel
  • Perlhuhn oder Fasan in Sahnesauce mit weißem Trüffel
  • Gebratener Steinbutt mit Nussbutter und Kapern
  • Hummer oder Langustinen in Beurre blanc
  • Reifer Epoisses de Bourgogne oder Munster-Géromé
  • Foie Gras mi-cuit mit Brioche
  • Gratinierte Jakobsmuscheln mit Gruyère

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Trinkfenster

Der Wein befindet sich im Frühjahr 2026 auf seinem Trinkhöhepunkt und zeigt seine volle Entwicklung. Die sieben Jahre Kellerreife haben alle Strukturelemente harmonisch integriert. Noch bis etwa 2029 bis 2031 wird er auf diesem hohen Niveau bleiben. Spätestens bis 2032 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 40 bis 45 Euro pro Flasche (0,75 l). Auf Wine-Searcher wurde der Wein zuletzt bei der Bacchus-Vinothek in Rottweil für 39,90 Euro angeboten (Stand: Frühjahr 2026). Vivino nennt einen Durchschnittspreis von 45 Euro.

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