Chateau Leognan

Chateau Leognan

Château Léognan 2016 ist ein klassischer, gut strukturierter Rotwein aus der renommierten AOC Pessac-Léognan im südlichen Bordeaux. Der außergewöhnliche Jahrgang 2016 verleiht dem Wein Tiefe, Frische und gutes Lagerpotential – mit schwarzen Früchten, Zeder, Tabak und der für die Kiesböden der Appellation typischen Mineralität. Liebhaber klassischer Bordeaux-Rotweine finden hier einen ehrlichen, gut gemachten Wein mit noch vorhandenen Entwicklungsreserven.

Hasenscore: 95


Eine Rakete ist keine Bombe!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Château Léognan
  • Weingut: Château Léognan
  • Klassifikation: AOC Pessac-Léognan, non-classé (nicht in der Graves-Klassifikation von 1959 gelistet)
  • Jahrgang: 2016
  • Weinart: Rotwein
  • Rebsorten: nicht bekannt (für AOC Pessac-Léognan Rotweine typischerweise Cabernet Sauvignon dominant, ergänzt durch Merlot und kleinere Anteile weiterer roter Bordeaux-Rebsorten)
  • Alkohol: 14 % vol.
  • Weinausbau: nicht bekannt

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Frankreich
  • Region / Departement: Nouvelle-Aquitaine, Gironde
  • Weinbauregion: Bordeaux
  • Teilregion: Graves
  • Appellation: AOC Pessac-Léognan
  • Gemeinde: Léognan

Terroir

  • Bodentyp: Tiefgründige Kies- und Schotterböden über einem Untergrund aus Ton und Kalkstein
  • Bodenbeschaffenheit: Hervorragende natürliche Drainage; der dunkle Kies speichert Wärme und gibt sie nachts an die Reben zurück
  • Klima: Maritim-ozeanisch; gemäßigt durch die Nähe zum Atlantischen Ozean mit milden Wintern und warmen Sommern
  • Besondere Einflüsse: Die ausgedehnten Kiefernwälder der Landes schützen die Weinberge vor atlantischen Stürmen und Bodenfrost; in 2016 herrschten besonders günstige Reifebedingungen durch Wärme und geringe Niederschläge im Sommer
  • Höhenlage: Geringe Höhenlage, typisch für das flache Bordelais

Quellenangabe

Besonderheit

Der Jahrgang 2016 gilt weithin als einer der besten Bordeaux-Jahrgänge des 21. Jahrhunderts – häufig in einem Atemzug mit den legendären Jahrgängen 2000, 2005 und 2010 genannt. Nach einem gemäßigten Frühjahr und einem sehr warmen, trockenen Sommer mit ausgezeichneten Reifebedingungen brachten die Winzer rechts- und linksseitig der Gironde hochreife Trauben ein. Die Weine zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Balance zwischen reifer Frucht, frischer Säure und gut eingebundenen Tanninen aus. Für die Pessac-Léognan-Appellation – bekannt für elegante, strukturierte Rotweine – ergab sich damit ein Jahrgang mit hervorragenden Lagerperspektiven.

Quellenangabe

Sensorik

  • Aussehen / Farbe: Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen; mittlere bis intensive Farbtiefe; gute Viskosität bei langsamem Schwenken im Glas
  • Duft / Nase: Schwarze Johannisbeere, reife Brombeere und Pflaume im Vordergrund; dahinter Noten von Zeder, Tabak und Bleistiftgraphit; nach kurzer Belüftung zeigen sich auch würzige Anklänge von Leder und getrockneten Kräutern
  • Geschmack / Gaumen: Mittlerer bis voller Körper; reife, gut eingebundene Tannine; frische Säure verleiht Lebendigkeit; Gaumen bestätigt die Nase mit schwarzen Früchten, dezenter Holzwürze und mineralischer Tiefe
  • Abgang / Länge: Mittellanger Abgang mit mineralisch-würzigem Nachhall; trocken und sauber

Quellenangabe

Qualität

  • Komplexität: Gut ausgeprägt; das Aromenprofil zeigt mehrere Schichten aus roten und schwarzen Früchten, Zeder, Würze und mineralischen Noten
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut; der herausragende Jahrgang 2016 brachte in Bordeaux Weine mit einer selten guten Balance zwischen Frucht, Tannin und Säure hervor
  • Typizität: Hoch; der Wein zeigt das klassische Profil eines Pessac-Léognan Rotweins – strukturiert, elegant und von den charakteristischen Kiesböden geprägt
  • Lagerpotential: Gut für einen non-classé; voraussichtlich bis mindestens 2030, optimal bis ca. 2033

Quellenangabe

Charakter

  • Klassisch-bordelaischer Stil: gradlinig und auf Struktur ausgerichtet, kein moderner "Parkerpoint-Stil" mit überreifer Süße
  • Erdige Tiefe und mineralischer Charakter, wie er für die Kies- und Schotterböden der Pessac-Léognan typisch ist
  • Gut strukturiert mit reifen, aber präsenten Tanninen – zeigt noch jugendliche Kraft, entwickelt sich weiterhin positiv im Keller
  • Angenehm zugänglich für einen Linksuferwein aus Bordeaux; eignet sich bereits zum Trinken, hat aber noch Entwicklungspotential

Quellenangabe

Food Pairing

  • Gebratener Lammrücken mit Kräuterkruste und Jus – ein Klassikerkombo mit Bordeaux-Rotweinen
  • Gegrilltes Rinderentrecôte mit Pfeffersauce oder Chimichurri
  • Wildschweinrücken oder Rehbraten mit Waldpilzen und Rotkohl
  • Geschmorte Lammkeule mit mediterranen Kräutern
  • Reife Hartkäse wie Comté, Cantal oder alter Gouda

Quellenangabe

Trinkfenster

Der Château Léognan 2016 ist im Frühjahr 2026 gut trinkbar und befindet sich in der ersten Reifephase. Als non-classé der AOC Pessac-Léognan aus dem exzellenten Jahrgang 2016 hat er bereits die nötige Reife entwickelt, um seine Aromatik voll zu entfalten, ohne an Frische eingebüßt zu haben. Der Trinkhöhepunkt liegt voraussichtlich zwischen 2026 und 2033. Spätestens bis 2038 trinken, da danach der Fruchtkern nachlassen könnte.

Quellenangabe

Preis

Der genaue Marktpreis für den Château Léognan 2016 konnte durch Online-Recherche nicht verlässlich ermittelt werden. Für einen non-classé der AOC Pessac-Léognan liegt der übliche Marktpreis erfahrungsgemäß bei ca. 20 bis 40 Euro pro Flasche (Stand: Frühjahr 2026).

Quellenangabe