Chateau Laroque Grand Cru Classe

Chateau Laroque Grand Cru Classe

Château Laroque 2022 ist ein kraftvoller, konzentrierter Saint-Émilion Grand Cru Classé mit tiefem, fast schwarzem Rubinrot, einem intensiven Bouquet aus dunklen Früchten, Eiche und Erde sowie einem mineralischen, langanhaltenden Abgang. Der Wein repräsentiert den beeindruckenden Qualitätsaufstieg des Gutes seit 2015 und zeigt auf dem Niveau von 95 Punkten, was tonreiche Böden aus Saint-Christophe-des-Bardes im Ausnahmejahr 2022 zu leisten imstande sind. Absolute Kaufempfehlung für Freunde struktur- und lagerfähiger Bordeaux zu einem fairen Preis.

Hasenscore: 94


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Château Laroque Saint-Émilion Grand Cru
  • Weingut: Château Laroque
  • Klassifikation: Saint-Émilion Grand Cru Classé
  • Jahrgang: 2022
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: 14,5 %
  • Rebsorten: Merlot (87 %), Cabernet Franc (11 %), Cabernet Sauvignon (2 %)
  • Weinausbau: Gärung in temperaturkontrollierten Betonbehältern; Reifung in 50 % neuem französischem Eichenholzfass, 12 Monate

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Frankreich
  • Provinz: Nouvelle-Aquitaine, Département Gironde
  • Region: Bordeaux, Rechtes Ufer (Right Bank)
  • Teilregion / Appellation: Saint-Émilion Grand Cru AOC
  • Ort: Gemeinde Saint-Christophe-des-Bardes (östlich von Saint-Émilion)

Terroir

  • Bodentyp: Tiefgründige, tonreiche Böden (schwerer Ton), ergänzt durch Kalksteinuntergrund
  • Bodenbeschaffenheit: Tiefgründig, gut wasserspeichernd – besonders wertvoll in heißen Trockenjahren wie 2022; benachbart zu Château Troplong Mondot und Château Rocheyron
  • Klima: Gemäßigt ozeanisch mit atlantischem Einfluss; warme Sommer, milde Herbste
  • Exposition und Hangneigung: Überwiegend Plateau-Lage östlich des Saint-Émilion-Kalksteinplateaus, leicht nach Süden und Südosten geneigt
  • Höhenlage: Ca. 30–70 m ü. NN
  • Besondere Einflussfaktoren: Mittleres Rebstockalter von 40 Jahren (14 Hektar mit rund 55 Jahre alten Reben); Pflanzdichte von 6.000 Stöcken pro Hektar; ökologische Bewirtschaftung fördert Bodenbiologie

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Besonderheit

  • Château Laroque besitzt mit 61 Hektar den größten Weinberg in Saint-Émilion; für das Grand Cru Classé-Wein werden jedoch nur die besten 27 Hektar selektiert.
  • Der gesamte Weinberg wird nach 100 % biologischen Methoden bewirtschaftet (ohne offizielle Zertifizierung) und ist HVE-zertifiziert (Haute Valeur Environnementale).
  • Seit der Einstellung von Gutsleiter David Suire ab dem Jahrgang 2015 befindet sich das Château in einem konsequenten Qualitätsaufstieg. Der 2022er erhielt 95 Punkte vom angesehenen Kritiker Jeff Leve (The Wine Cellar Insider).
  • Das Schloss aus dem 17. Jahrhundert gilt als eines der architektonisch beeindruckendsten Bauwerke im Bordelais und steht unter Denkmalschutz.

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Sensorik

  • Aussehen / Farbe: Sehr tiefes, fast schwarzes Rubinrot mit violetten Reflexen; hohe Farbintensität und Dichte, kaum Transparenz im Kern
  • Duft / Nase: Intensives Bouquet von dunklen Früchten – Brombeere, Pflaume, Schwarzkirsche. Dazu Noten von Eiche, Tabak, Vanille, Leder, Erde und Rauch. Mit Luftzufuhr entwickeln sich feine Gewürze: Lakritze, Pfeffer, eine Spur Zimt.
  • Geschmack / Gaumen: Kraftvoller, üppiger und gleichzeitig glatter Einstieg. Die Tanninstruktur ist präsent, die Tannine selbst fleischig und schmackhaft. Der Körper ist voll und konzentriert, die Frucht dunkel und saftig. Ein mineralischer Einschlag verleiht Frische und Spannung.
  • Abgang / Länge: Langer, mineralisch geprägter Abgang mit anhaltender aromatischer Frische. Die Würze und die dunkle Frucht klingen noch deutlich nach.

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Qualität

  • Komplexität: Hoch. Der Wein zeigt mehrere Aromaschichten – dunkle Frucht, Würze, Erde, Holz und Mineralität wechseln sich ab und ergänzen sich. Mit zunehmender Reife dürften tertiäre Noten wie Zeder, Leder und Tabak die Struktur weiter bereichern.
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut. Der hohe Alkohol von 14,5 % wird durch die präsente Fruchtfülle und die mineralische Frische gut eingebunden. Die Tannine sind reif und samtig, ohne zu wirken.
  • Typizität: Ausgezeichnet. Der Wein verkörpert den modernen Stil von Saint-Émilion: konzentriert, reich an dunkler Frucht, mit einem präzisen mineralischen Rückgrat – typisch für ton- und kalksteinreiche Böden des rechten Ufers.
  • Lagerpotential: Hoch. Dank Struktur, Säure und Tanningerüst kann dieser Wein problemlos 15 bis 20 Jahre reifen. Der Höhepunkt liegt aller Voraussicht nach zwischen 2028 und 2037.

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Charakter

  • Kraftvoll und konzentriert, ohne opulent oder schwerfällig zu wirken
  • Mineralischer Zug verleiht dem Wein trotz Fülle Eleganz und Präzision
  • Fleischige, reife Tannine mit großer Strukturtiefe – braucht Zeit, um sich vollständig zu entfalten
  • Öffnet sich mit Luft deutlich und gewinnt an Aromentiefe
  • Repräsentiert die neue Generation von Château Laroque: präziser, ernsthafter, qualitativ ambitionierter als in früheren Jahrzehnten
  • Ein Wein für Geduld: jung beeindruckend, mit Reife großartig

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Food Pairing

  • Gebratenes Rinderfilet mit Trüffeljus und Kartoffelgratin
  • Geschmortes Kalbsbäckchen mit Morcheln und Rotweinsauce
  • Lammkeule aus dem Ofen mit Rosmarin und Knoblauch
  • Wildragout vom Hirsch oder Reh mit Wacholderbeeren
  • Reifer Hartkäse, zum Beispiel Comté (24 Monate) oder Mimolette extra vieille
  • Entenbrust mit Pflaumenreduktion und Pastinakenpüree
  • Gebratene Steinpilze mit Kalbsmedaillons

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Trinkfenster

Der Château Laroque 2022 ist aktuell bereits trinkbereit und zeigt seine erste, beeindruckende Jugendreife. Aufgrund seiner Konzentration, der festen Tanninstruktur und des mineralischen Rückgrats empfiehlt sich jedoch eine weitere Reifezeit. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2028 und 2037 liegen. Spätestens bis 2042 trinken. Junge Flaschen sollten mindestens 1 bis 2 Stunden vor dem Genuss dekantiert werden.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 40 bis 55 Euro pro Flasche (0,75 l) (Stand: Frühjahr 2026). Vivino weist einen durchschnittlichen Online-Preis von rund 45 Euro aus. Damit zählt der Château Laroque zu den preiswürdigsten Grand Cru Classé-Weinen von Saint-Émilion, insbesondere angesichts der Qualität des 2022er Jahrgangs.

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