Bodegas Ostatu Laderas de Ostatu

Bodegas Ostatu Laderas de Ostatu

Der Laderas de Ostatu 2018 ist ein mineralisch geprägter Einzellagenrotwein aus Rioja Alavesa, der die kalkhaltige Hochlage El Portillo mit großer Aufrichtigkeit ausdrückt. Die Kombination aus alten Tempranillo-Reben (1968), einem Hauch Viura und einem sorgfältigen Ausbau in neuen französischen Eichenfässern ergibt einen eleganten, strukturierten Wein mit klarer Herkunftsprägung und echtem Lagerpotenzial. Eine klare Empfehlung für Liebhaber terroirorientierter, handwerklich überzeugender Rioja-Weine.

Hasenscore: 95


Eine Rakete ist keine Bombe!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Bodegas Ostatu Laderas de Ostatu
  • Weingut: Bodegas Ostatu
  • Klassifikation: DOCa Rioja – Vinos Singulares (Einzellage El Portillo)
  • Jahrgang: 2018
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: nicht bekannt
  • Rebsorten: 95 % Tempranillo, 5 % Viura
  • Weinausbau: Kaltmazeration vor der Fermentation; alkoholische Gärung in kleinen Eichenfässern (14 Tage, max. 25 °C); malolaktische Gärung in neuen französischen Eichenfässern von sechs renommierten Küfern (Taransaud, Sylvain, Saint Martin, Daranjou, Francois Freres, Seguin Moreau – vier Fässer à 500 l und vier à 225 l); anschließend 14 Monate Ausbau im Fass; keine Stabilisierung

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Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Provinz: Álava (Baskenland / País Vasco)
  • Region: Rioja (DOCa Rioja)
  • Teilregion: Rioja Alavesa
  • Ort: Samaniego
  • Einzellage: El Portillo, gepflanzt 1968, 620–630 m über dem Meeresspiegel

Terroir

  • Bodentyp: Kalksteinhaltiger Boden, arm und dünn, mit oberflächlich anstehendem Kalkgestein
  • Bodenbeschaffenheit: Sehr flachgründig, steinig, geringe Wasserhaltekapazität, ausgezeichnete natürliche Drainage
  • Klima: Kontinental-mediterran, beeinflusst durch die schützenden Ausläufer der Sierra de Cantabria
  • Exposition: Südhang, vollständige Sonneneinstrahlung bei gleichzeitig hoher Lage
  • Höhenlage: 620–630 m über dem Meeresspiegel
  • Besondere Einflussfaktoren: Schutzlage durch die kleinen Gebirgsausläufer der Sierra de Cantabria; alte Rebstöcke von 1968 mit tief in den Kalkstein reichenden Wurzeln; Weißrebanteil (Viura) im selben Weinberg auf den schwierigsten, dünnsten Bodenpartien

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Besonderheit

Laderas de Ostatu ist ein terroirorientierter Einzellagenrotwein aus dem Weinberg El Portillo, dessen Reben im Jahr 1968 gepflanzt wurden. Mit diesem Wein verfolgte Bodegas Ostatu das Ziel, den Gedanken des Einzellagenweins in Rioja Alavesa zu etablieren und dem Weinberg mehr Gewicht zu verleihen als dem Kellereinsatz. Bemerkenswert ist der Anteil von 5 % Viura, einer weißen Rebsorte, die dem Wein ungewöhnliche Finesse und Eleganz verleiht. Die Reben wachsen auf sehr flachem, kalkhaltigem Gestein in rund 620 bis 630 Metern Höhe – eine für Rioja Alavesa außergewöhnlich hochgelegene Lage, die dem Wein eine ausgeprägte Mineralität und ein hohes Lagerpotenzial gibt. Der Wein wird keiner Stabilisierung unterzogen.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Intensives, tief leuchtendes Kirschrot (Picota) mit violetten Reflexen; hohe Farbdichte; mittlere bis hohe Viskosität
  • Duft/Nase: Reife rote und schwarze Früchte – Sauerkirsche, rote und schwarze Pflaume – begleitet von einer zarten Floralität und einer leicht wilden Note; tiefes balsamisches Fundament; süßliches Gewürzspiel; ausgeprägte Tempranillo-Typizität
  • Geschmack/Gaumen: Saftig und aromatisch, mit lebhafter Frische und einer durchgehenden, länglichen Säure; guter Körper und Struktur; fleischige, volle Textur durch saftvolle, polierte Tannine; der kalkhaltige Boden verleiht dem Gaumen eine klare, animierende Mineralität
  • Abgang/Länge: Lang, mit einer deutlichen mineralischen Terroirnote und angenehmem, trockenen Nachhall

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Qualität

  • Komplexität: Vielschichtig durch den Einsatz alter Reben von 1968, des kalkhaltigen Einzellagenbodens und der ungewöhnlichen Kombination aus Tempranillo und Viura; der Wein entwickelt primäre Fruchtaromen, sekundäre Eichenholznoten und eine tertiäre mineralisch-balsamische Tiefe
  • Ausgewogenheit (Balance): Gute Harmonie zwischen lebhafter Säure, saftigen Tanninen, Frucht und dosiertem Holzeinsatz; frischer, nie schwerer Charakter trotz Struktur und Volumen
  • Typizität: Sehr gute Typizität für Rioja Alavesa: kalkgeprägte Mineralität, klare Tempranillo-Eigenheit und die belebende Frische der Hochlage kommen deutlich zum Ausdruck
  • Lagerpotenzial: Aufgrund der alten Reben, der guten Säurestruktur und des kalkhaltigen Terroirs besitzt der Wein ein ernstzunehmendes Lagerpotenzial von 10 bis 15 Jahren ab Ernte; das Weingut selbst bezeichnet ihn als Wein mit guter Projektion und langem Leben

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Charakter

  • Terroir-getrieben: Der Kalkstein von El Portillo prägt den Wein mit unverkennbarer Mineralität und animierender Frische
  • Elegant statt massiv: Die Einbeziehung von 5 % Viura verleiht dem Wein Finesse, Leichtigkeit und ein floraleres Aromabild
  • Tiefe durch alte Reben: Die seit 1968 gewachsenen Weinberge sorgen für Konzentration und Komplexität, ohne Schwere zu erzeugen
  • Lagenexpressiv und präzise: Ein Wein, der seinen Ursprung klar kommuniziert und dabei einen modernen, handwerklich sorgfältigen Stil verfolgt
  • Frisch und trinkfreudig, dabei mit ernstem Lagerpotenzial

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Food Pairing

  • Gebratenes Lammkotelett mit Kräuterkruste und gerösteten Paprikaschoten
  • Geschmorte Ibérico-Schweinerippchen mit Rotweinjus
  • Gegrillte Chuletillas de lechazo (Milchlammrippchen) nach baskischer Art
  • Gebratene Taubenbrust auf Linsenragout
  • Gereifter Idiazábal-Käse (geräuchert, aus dem Baskenland)
  • Pilzgericht mit Steinpilzen oder Boletuspilzen, angebraten in Olivenöl mit Knoblauch
  • Reifer Manchego mit eingelegten Chilis

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Trinkfenster

Der Wein ist im Frühjahr 2026 bereits gut trinkbar und befindet sich in einer offenen, fruchtbetonten Phase. Der Jahrgang 2018 wird von der DOCa Rioja offiziell als „gut" eingestuft. Aufgrund der Hochlage, der alten Reben von 1968 und des mineralischen Kalkbodens besitzt der Laderas de Ostatu 2018 eine gute Grundlage für mittelfristige Lagerung. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2027 und 2033 liegen. Spätestens bis 2036 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 38 bis 50 Euro pro Flasche (Stand: Frühjahr 2026). Im Direktvertrieb des Weinguts wird der Nachfolgejahrgang 2019 für 41,80 Euro angeboten; der 2018er ist auf dem Sekundärmarkt und bei Weinhändlern in vergleichbarer Preisklasse zu finden.

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