Bodega Marañones Peña Caballera Garnacha

Bodega Marañones Peña Caballera Garnacha Comunidad de Madrid Spanien 94 Bewertung

Bodega Marañones Peña Caballera Garnacha

Der Bodega Marañones Peña Caballera Garnacha 2023 ist ein außergewöhnlicher spanischer Rotwein, der die Möglichkeiten der Garnacha-Rebsorte in der Sierra de Gredos auf absolutem Weltniveau demonstriert: mineralisch wie flüssiger Granit, von tänzelnder Finesse und salzig-frischer Vitalität. Die fast viermonatige Ganztrauben-Mazeration verleiht dem Wein eine seltene aromatische Tiefe, ohne dabei die charakteristische Leichtigkeit des Terroirs zu opfern.

Mit Bewertungen von 96 bis 98 Punkten durch die wichtigsten Weinkritiker der Welt, einer extrem limitierten Produktion von nur 2.190 Flaschen und einem sehr fairen Preis von rund 44 Euro ist dieser Wein eine der faszinierendsten Entdeckungen aus Spanien. Wer die Geduld aufbringt, ab 2028 zu öffnen, wird mit einem der tiefgründigsten und elegantesten Garnacha-Erfahrungen Europas belohnt. Absolute Kaufempfehlung.

Hasenscore: 94


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Bodega Marañones Peña Caballera Garnacha 2023
  • Weingut: Bodega Marañones
  • Klassifikation: DO Vinos de Madrid
  • Jahrgang: 2023
  • Weinart: Rotwein, trocken
  • Alkohol: 14,0 % Vol.
  • Rebsorten: Garnacha (Grenache) 100 %
  • Weinausbau: Spontanvergärung als Ganztraube (inklusive Rappen) über fast 120 Tage im 2.100-Liter-Betontank; anschließend 15 Monate Ausbau auf Feinhefe im 1.500-Liter-Holzfuder aus französischer Eiche; abgefüllt Frühjahr 2025

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Autonome Gemeinschaft: Comunidad de Madrid
  • Region: DO Vinos de Madrid
  • Teilregion: San Martín de Valdeiglesias (westlich von Madrid, im Einflussbereich der Sierra de Gredos)
  • Lage: Finca Marañones, Einzellage Peña Caballera

Terroir

  • Bodentyp: Granit, Granitsand und Granitschiefer – charakteristisch für die gesamte Gredos-Region
  • Bodenbeschaffenheit: Steinig, flachgründig, sehr gut drainiert; Garnacha-Rebstöcke in Buschform (Gobelet), bis zu 70 Jahre alt, ungepfropft auf eigenen Wurzeln
  • Klima: Warm-mediterran; durch die Höhenlage und die Nordexposition deutlich kühler als das umliegende Flachland; die Sierra de Gredos bewahrt die Frische und sorgt für eine langsame, gleichmäßige Reife der Trauben
  • Exposition: Ausgeprägte Nordausrichtung – ungewöhnlich für Spanien, aber entscheidend für Frische, Säurestruktur und aromatische Komplexität
  • Höhenlage: 880 Meter über dem Meeresspiegel – der höchstgelegene Weinberg des Marañones-Guts
  • Besondere Einflussfaktoren: Umgeben von Kirsch- und Feigenbäumen, Steineichen, Olivenbäumen und Schwarzdorn; hohe Pflanzenvielfalt und eine naturnahe Umgebung prägen den Charakter des Weins; das Gredos-Gebirge als natürlicher Wetterschutz

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Besonderheit

  • Einzellage Peña Caballera: nur 1,5 Hektar großer Weinberg im höchsten Teil des Marañones-Guts auf 880 Metern Höhe mit ausgeprägter Nordausrichtung – eines der begehrtesten Micro-Terroirs Spaniens.
  • Extrem limitierte Produktion: nur 2.190 Flaschen und 100 Magnums (Jahrgang 2023).
  • Außergewöhnlich lange Mazeration von fast 120 Tagen mit kompletten Traubenrispen (Ganztrauben) – ein auf Aromenextraktion ausgelegter Infusionsprozess, der Tannine bewusst zurückhält und stattdessen Würze, Tiefe und Komplexität hervorbringt.
  • Zertifizierter Bio-Weinbau; Spontanvergärung mit indigenen Hefen; kein Einsatz von Reinzuchthefen oder Schönungsmitteln.
  • Herausragende Kritikerwertungen für den Jahrgang 2023: Heiner Lobenberg 98/100, Robert Parker 97/100, James Suckling 96/100.
  • Der Jahrgang 2023 gilt in Spanien als Meilenstein der Eleganz – balancierter als 2022, mit atemberaubender Sauberkeit und steiniger Präzision von absolutem Weltrang.
  • Die Bodega wurde 2008 von José Fernando Cornejo gegründet; Fernando Garcia von Comando G war maßgeblich an der Auswahl der alten Weinberge beteiligt. Seit 2021 gehört das Weingut zur Gruppe Alma Carraovejas; Kellermeister ist heute Javi Ossian.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes, dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen; hohe Farbintensität; trotz der kühlen Höhenlage der farblich dichteste und druckvollste unter den drei Garnacha-Weinen von Marañones
  • Duft/Nase: Würzige Traubenstiele (Rappen), Zwetschge, dunkle Kirschen und bittere Sauerkirsche; mineralisches Gestein, Salz; mediterrane Kräuternoten, waldbodenhafte Anklänge von trockenen Blättern; dicht, druckvoll und von großer aromatischer Tiefe
  • Geschmack/Gaumen: Fast schwerelos und von eleganter, ätherischer Finesse; sehr feine, kaum wahrnehmbare Tannine; würzige Stielextrakte ergänzen die süße, zarte rote Frucht; saftiger, feinknochiger Körper; steinig-mineralische Textur wie flüssiger Granit; bittere Kirschnuancen mit Amaro-Charakter; ausgeprägte Salinität
  • Abgang/Länge: Lang mit salzig-frischem Punch im Finale; konzentrierte Finesse; präziser und mineralischer Nachhall von großer Länge

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Qualität

  • Komplexität: Sehr hoch – die fast viermonatige Ganztrauben-Mazeration bringt außergewöhnliche aromatische Tiefe und Vielschichtigkeit; tertiäre Noten von Walderde und trockenen Blättern ergänzen die primäre Frucht auf höchstem Niveau
  • Ausgewogenheit (Balance): Hervorragend – 14,0 % Alkohol, feinste Tannine und lebendige Salinität ergeben eine perfekte Harmonie zwischen Frucht, Mineral und Würze; der Jahrgang 2023 ist deutlich balancierter als der Vorjahr 2022
  • Typizität: Mustergültig für den modernen Gredos-Stil – mineralisch, elegant und von steinigem Tiefgang; zeigt die Rebsorte Garnacha von ihrer finessenreichsten und burgundisch inspirierten Seite
  • Lagerpotential: Sehr hoch – der Wein ist jung und noch verschlossen; optimale Trinkreife erst ab 2028, Lagerpotential bis mindestens 2045

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Charakter

  • Tänzelnde Finesse: Der Wein zeigt eine fast schwebende Leichtigkeit am Gaumen – Eleganz statt Macht ist das erklärte Ziel von Marañones
  • Mineralisch und präzise: Wie flüssiger Granit – das Terroir aus Granitgestein, Höhe und Nordlage ist unübersehbar und kompromisslos im Glas präsent
  • Komplex und tiefgründig: Die extrem lange Mazeration verleiht dem Wein eine Würztiefe, die bei aller Leichtigkeit erstaunliche aromatische Reserven bereithält
  • Salzig und vital: Eine durchgängige Salinität zieht sich durch den gesamten Wein und verleiht ihm Frische, Spannung und Zug
  • Burgundischer Geist in spanischem Terroir: Mit Bourgogne als erklärtem Vorbild ist Peña Caballera der konzentrierteste und druckvollste Ausdruck des Marañones-Sortiments
  • Meditativ und entwicklungsfreudig: Der Wein öffnet sich langsam mit Luft und Zeit und belohnt Geduld mit immer neuen aromatischen Facetten

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Food Pairing

  • Lammrücken aus der Sierra mit Wildkräutern und geröstetem Knoblauch
  • Gebratene Taube oder Rebhuhn mit Waldpilzsauce
  • Spanferkel vom Rost mit Rosmarin und Meersalz
  • Gereifter Manchego oder Cabrales (spanischer Blauschimmelkäse)
  • Steinpilzrisotto mit schwarzem Trüffel
  • Ibérico-Presa (Schulterfilet vom Ibérico-Schwein) mit Feigen-Reduktion

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Trinkfenster

Der Wein ist aktuell noch jung und aromatisch verschlossen; mit ausreichend Dekantierzeit (mindestens zwei Stunden) zeigt er sich jedoch bereits von seiner vollen Tiefe. Der Höhepunkt der Entwicklung wird voraussichtlich zwischen 2028 und 2035 liegen, wenn die Fruchtkomplexität, die mineralische Würze und die Stielextrakte vollständig integriert sind. Spätestens bis 2045 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 37 bis 44 Euro pro Flasche (0,75 l), je nach Händler und Mehrwertsteuer. Im deutschen Fachhandel ist der Wein für rund 44 Euro inkl. MwSt. erhältlich (Stand: Sommer 2026).

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