Bodega Zarate Espadeiro

Bodega Zarate Espadeiro

Der Zárate Espadeiro 2022 ist ein außergewöhnlicher Rotwein aus einer der seltensten autochthonen Rebsorten Galiciens – rustikal, unpoliert und von echtem Terroir-Charakter. Die Familie Zárate hat mit ihrer Pionierarbeit bei der Wiederbelebung dieser nahezu vergessenen Sorte ein vinöses Erbe der D.O. Rías Baixas gerettet und daraus einen Wein gemacht, der die atlantische Küste Galiciens im Glas unmittelbar spürbar macht. Für Weinliebhaber, die das Eigenwillige, das Unverfälschte und das Authentische schätzen, ist dieser Wein eine Empfehlung.

Hasenscore: 92


Ein Frosch - kann was,
aber noch nicht viel!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Zárate Espadeiro
  • Weingut: Bodegas Zárate
  • Klassifikation: D.O. Rías Baixas
  • Jahrgang: 2022
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: ca. 12,0–13,0 % vol. (genaue Angabe für 2022 nicht ermittelbar; Produzentin beschreibt den Wein als mittleren Alkoholgehalt)
  • Rebsorten: Espadeiro 100 %
  • Weinausbau: Spontane Vergärung in offenen Edelstahltanks mit täglichem Pigeage über 4 Wochen Maischegärung; anschließend 12 Monate Reife in 500-Liter-Fass aus französischer Eiche (dritte Belegung) mit malolaktischer Gärung im Fass; ungefiltert und ungeschönt abgefüllt

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Autonome Gemeinschaft: Galicien
  • Provinz: Pontevedra
  • Region / Appellation: D.O. Rías Baixas
  • Teilregion: Val do Salnés
  • Ort: Meaño

Terroir

  • Bodentyp: Xabre granítico – granitischer Sandboden, typisch für das Val do Salnés
  • Bodenbeschaffenheit: Steinig-sandig, locker, gut drainiert, mineralreich; flachgründig mit Granitunterlage
  • Klima: Atlantisch – milde Temperaturen, hohe Niederschläge, ausgeprägte Luftfeuchtigkeit, kühle Küstenwinde von der Ría de Arousa; Sommer selten über 30 °C
  • Exposition und Hangneigung: Flache bis leicht hügelige Lage im Tal des Río Umia; Erziehung am Espaliersystem (espaldera)
  • Höhenlage: ca. 50 m ü. NN
  • Besondere Einflussfaktoren: Unmittelbare Nähe zur Ría de Arousa und zum Atlantischen Ozean; atlantische Winde und hohe Luftfeuchtigkeit verlangsamen die Reife der spätreifenden Espadeiro-Traube und erhalten deren natürliche Säure; die Granitböden verleihen dem Wein seine charakteristische Mineralik

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Besonderheit

Der Espadeiro zählt zu den drei autochthonen roten Rebsorten des Val do Salnés innerhalb der D.O. Rías Baixas – neben Caiño Tinto und Loureiro Tinto. Nach über einem Jahrhundert nahezu vollständiger Vergessenheit hat die Familie Zárate diese Sorte konsequent wiederbelebt und daraus einen eigenständigen Sortenwein vinifiziert. Die Reben sind rund 60 Jahre alt – für galicische Verhältnisse ein beachtliches Alter, das Tiefe und Komplexität begünstigt. Der Wein wird ohne Filtration und ohne Schönung abgefüllt und ist damit ein klares Bekenntnis zu Authentizität und Terroir-Ausdruck. Die Familie Zárate gilt als Pionierin bei der Wiederbelebung der vergessenen roten Sorten des Valle de Salnés.

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Sensorik

  • Aussehen und Farbe: Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen; mittlere bis tiefe Farbintensität; im Glas lebhaft und klar
  • Duft und Nase: Dunkle Beerenfrucht (Brombeere, Heidelbeere, schwarze Kirsche) als primäre Aromen; ausgeprägte Kräuternoten (Lavendel, Thymian, Pfefferminze); balsamische und leicht harzige Anklänge; erdige Mineralik mit Grafit-Tönen; feine pflanzlich-würzige Noten; subtile Rauchnoten aus der dezenten Holzreife
  • Geschmack und Gaumen: Mittlerer Körper mit lebendiger, vibrierender Säure als Hauptmerkmal; Tannine mittelreif, leicht adstringierend, fest und strukturgebend; rustikale, erdige Textur; dunkle Beerenfrucht trifft auf Kräuterwürze und einen balsamischen Kern; der Terroir-Charakter des atlantischen Galiciens ist im Glas unmittelbar spürbar; der Holzeinsatz bleibt dezent im Hintergrund
  • Abgang und Länge: Mittellanger bis langer Abgang; frisch, würzig und mineralisch; kräuterige und leicht erdige Nachhall; der Wein endet sauber, belebend und mit angenehmer Spannung

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Qualität

  • Komplexität: Überdurchschnittlich – der Wein vereint florale, fruchtige, erdige und pflanzliche Komponenten mit ausgeprägter Mineralik; der Ausbau in Großholz und die lange Maischegärung fügen weitere Tiefe hinzu, ohne den Terroir-Ausdruck zu überdecken
  • Ausgewogenheit (Balance): Gut – die lebhafte Säure und die festen Tannine bilden ein harmonisches Gerüst; der Körper ist für die Säurestruktur angemessen; das Holz bleibt integriert und dezent
  • Typizität: Sehr hoch – der Wein repräsentiert eine nahezu verschwundene Rebsorte des atlantischen Galiciens in ihrer reinsten Form und gibt ein authentisches Bild des Val do Salnés; ein solcher Wein ist außerhalb dieser kleinen Subzone kaum zu finden
  • Lagerpotential: Ca. 5–10 Jahre ab Jahrgang; die ausgeprägte Säurestruktur und die festen Tannine erlauben weitere Entwicklung bis ca. 2030–2032

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Charakter

  • Rustikal und ursprünglich – kein polierter oder technisch geglätteter Wein, sondern ein authentisches Naturprodukt mit Ecken und Kanten
  • Vibrierende, belebende Säure als prägendes Hauptmerkmal der Rebsorte und des atlantischen Klimas
  • Erdiger, galicischer Charakter – „sabor a tierra gallega" (Geschmack nach galicischer Erde), wie die Produzentin selbst beschreibt
  • Kräuterig-balsamisch geprägt mit einem Hauch wilder, atlantischer Natur
  • Entwickelt sich deutlich mit Luft – Dekantieren für mindestens 30–60 Minuten wird empfohlen
  • Eigenständig und kompromisslos: ein Wein, der die Region und die seltene Rebsorte weit mehr abbildet als den Kellereinfluss
  • Tiefgründig und zugleich ungestüm – ein Wein mit Persönlichkeit und Wiedererkennungswert

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Food Pairing

  • Pulpo a la Gallega – galicischer Tintenfisch mit Olivenöl, geräuchertem Paprika und grobem Meersalz
  • Gegrilltes Lamm mit Kräutermarinate aus Rosmarin, Thymian und Knoblauch
  • Empanada Gallega – galicisches Blätterteig-Gebäck mit Fleisch- oder Thunfischfüllung
  • Gereifte galicische Käsespezialitäten wie Arzúa-Ulloa oder Tetilla
  • Iberische Charcuterie: Chorizo, Lacón (gepökelte galicische Schweineschulter), Jamón Ibérico
  • Steinpilzragout oder geröstete Waldpilze mit Kräuterbutter
  • Kaninchen- oder Hasenragout mit Oliven, Rosmarin und Kirschtomaten

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Trinkfenster

Der Wein ist mit dem Jahrgang 2022 und einem Alter von rund drei Jahren aktuell bereits gut trinkbar und zeigt seine erste Reife. Kurzes Dekantieren (30–60 Minuten) empfiehlt sich, um die festen Tannine zu öffnen und das vielschichtige Aromaprofil vollständig zu entfalten. Den Höhepunkt wird der Wein voraussichtlich zwischen 2025 und 2029 erreichen. Spätestens bis 2032 sollte er getrunken werden.

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Preis

Der typische Marktpreis für den Zárate Espadeiro liegt erfahrungsgemäß bei ca. 18 bis 30 Euro pro Flasche (0,75 l). Ein verifizierter Preis für den Jahrgang 2022 war zum Zeitpunkt der Recherche (Mai 2026) aus öffentlich zugänglichen Online-Quellen nicht eindeutig ermittelbar; die Angabe basiert auf allgemeinen Marktbeobachtungen für diesen Wein.

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