Forjas del Salnes – Rodrigo Mendez Finca Genoveva

Forjas del Salnes – Rodrigo Mendez Finca Genoveva Rías Baixas Spanien, Galicien 94+ Bewertung

Forjas del Salnes – Rodrigo Mendez Finca Genoveva

Der Forjas del Salnés Goliardo Finca Genoveva Caíño 2022 ist ein außergewöhnlicher Einzellagen-Rotwein aus einer Region, die kaum jemand mit Rotwein in Verbindung bringt – und genau darin liegt sein größter Reiz. Filigran, präzise und von unverwechselbarer atlantisch-mineralischer Tiefe, erinnert dieser Wein an die großen Pinot Noirs der Welt, ohne irgendwem etwas zu schulden.

Rodrigo Méndez bewahrt mit diesem Wein ein Stück Weingeschichte Galiciens und beweist zugleich, dass Rías Baixas weit mehr zu bieten hat als Albariño. Absolute Empfehlung für alle, die elegante, säurebetonte Rotweine mit Tiefgang und Herkunftscharakter schätzen.

Hasenscore: 94+


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Forjas del Salnés Goliardo Finca Genoveva Caíño 2022
  • Weingut: Forjas del Salnés – Rodrigo Méndez
  • Klassifikation: Denominación de Origen (D.O.) Rías Baixas
  • Jahrgang: 2022
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: 12,5 %
  • Rebsorten: 100 % Caíño Tinto (auch bekannt als Borraçal in Portugal)
  • Weinausbau: Vergärung mit Naturhefen, Reifung in alten Holzfässern; genaue Angaben zur Ausbauzeit für den Jahrgang 2022 nicht bekannt

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Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Provinz: Galicien (Galicia)
  • Region: Rías Baixas
  • Teilregion: Val do Salnés
  • Ort: Salnés-Tal, Provinz Pontevedra

Terroir

  • Bodentyp: Granit und Sand; der typische granitische Verwitterungsboden des Val do Salnés, lokal als „arena" bezeichnet – grober, gut drainierter Granitsand
  • Bodenbeschaffenheit: Flachgründig bis mitteltief, sehr durchlässig und nährstoffarm; zwingt die Reben zu tiefer Verwurzelung und fördert die Konzentration sowie mineralische Tiefe im Wein
  • Klima: Atlantisch-maritim; milde Temperaturen das ganze Jahr, hohe Niederschläge besonders in Herbst und Winter, warme und vergleichsweise trockene Sommer; erheblicher Ozeaneinfluss durch die Nähe zum Atlantik
  • Exposition und Hangneigung: Flach bis leicht geneigt; die atlantische Seebrise sorgt für gute Belüftung und reduziert Fäulnisrisiko, was bei Rotweinreben in dieser humiden Region besonders wichtig ist
  • Höhenlage: Küstennahe Niederungen, meist unter 100 Meter über dem Meeresspiegel
  • Besondere Einflussfaktoren: Direkter Atlantikeinfluss, Nähe zu den Rías (Flussbuchten); starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen im Sommer erhalten die natürliche Frische und Säure der Trauben; traditionelle Parras-Erziehung (Pergola auf Granitpfeilern) fördert die Luftzirkulation

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Besonderheit

Die Finca Genoveva Caíño ist ein Einzellagen-Rotwein aus dem Val do Salnés – einer Region, die weltweit nahezu ausschließlich für ihren Albariño-Weißwein bekannt ist. Dass Rodrigo Méndez unter seinem Goliardo-Label überzeugend zeigt, dass das galicische Küstenklima auch für Rotwein aus autochthonen Sorten außerordentliche Qualität liefern kann, gilt als eine der spannendsten Entdeckungen in der jüngeren Geschichte des spanischen Weins.

Caíño Tinto ist eine der seltensten und am stärksten bedrohten Rebsorten Galiciens, die über Jahrhunderte fast in Vergessenheit geraten war. Rodrigo Méndez gehört zu den wenigen Winzern, die diese Sorte aus alten Weinbergen wiederbeleben und auf höchstem Niveau vinifizieren. Die Finca Genoveva steht für die reinste, lagefokussierte Interpretation der Sorte aus seinem Portfolio.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Mittleres Rubinrot mit violetten Reflexen; im Glas transparent und klar; die helle, durchscheinende Farbe ist sortenspezifisch für Caíño Tinto und täuscht über die innere Komplexität hinweg; der Jahrgang 2022 (warmer, trockener Sommer) dürfte eine etwas kräftigere Einfärbung zeigen als kühlere Jahrgänge
  • Duft/Nase: Lebhaftes und vielschichtiges Bouquet; rote Früchte dominieren – frische Kirsche, Cranberry, Himbeere – begleitet von subtilen floralen Noten (Veilchen, Wildrose); darunter ein unverwechselbares mineralisch-erdiges Unterleib, der an feuchten Granit und Waldboden erinnert; leichte Pfefferwürze aus der Sorte sowie dezente Vanille- und Rauchnoten aus dem alten Holzausbau; insgesamt sehr duftintensiv und eleganter Charakter
  • Geschmack/Gaumen: Mittlerer Körper, sehr lebhafte und präzise Säure als prägendes Strukturelement; samtige, feinkörnige Tannine ohne Härte; rote Beerenfrucht (Kirsche, Pflaume) am Gaumen, unterlegt von mineralisch-salziger Tiefe; die geringe Extraktfülle macht den Wein außerordentlich geschmeidig und trinkflussig; ein Hauch Kräuterwürze und Holundernote im Mittelteil
  • Abgang/Länge: Mittel bis lang; der Abgang ist geprägt von anhaltender Frische, Mineralik und einem zarten Fruchtnachhall; die hohe natürliche Säure hält den Abgang lebendig und gibt dem Wein enorme Länge im Vergleich zur feinen Struktur

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Qualität

  • Komplexität: Hoch – die seltene Sorte, der Einzellagencharakter aus alten Reben und der sorgfältige Ausbau in altem Holz erzeugen einen Wein mit mehreren aromatischen Schichten; die Kombination aus Frucht, Mineralik und Holzkomplexität ist bemerkenswert für diese Stilistik
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – die präzise Säure harmoniert mit den feinen Tanninen und der delikaten Frucht; trotz des leichten Körpers zeigt der Wein Dichte und Konzentration; der geringe Alkohol von 12 % unterstreicht den eleganten Gesamteindruck ohne Schwäche zu signalisieren
  • Typizität: Ausgezeichnet – der Wein spiegelt die kühle, atlantische Herkunft und das Granit-Terroir des Val do Salnés mustergültig wider; er repräsentiert gleichzeitig das Potential der nahezu vergessenen Sorte Caíño Tinto auf höchstem Niveau
  • Lagerpotential: Gut – die hohe natürliche Säure, das intakte Tanningerüst und die Einzellagenkonzentration geben dem Wein das Potential für eine Entwicklung über 8 bis 12 Jahre; die Wärme des Jahrgangs 2022 dürfte die Reifekurve begünstigen

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Charakter

  • Filigran statt kraftvoll – erinnert stilistisch eher an einen guten Burgunder als an typische spanische Rotweine
  • Ausgeprägt säurebetont und frisch – der atlantische Ursprung ist in jeder Note spürbar
  • Mineralisch und präzise – das Granit-Terroir des Val do Salnés gibt dem Wein ein unverwechselbares, erdiges Fundament
  • Duftintensiv und blumig – Caíño Tinto ist eine der parfümiertesten roten Sorten Galiciens
  • Meditativ und zum Nachdenken einladend – kein Wein für großen Konsum, sondern für Aufmerksamkeit und Entdeckerfreude
  • Historisch bedeutsam – ein Zeugnis der vielfältigen autochthonen Weinkultur Galiciens, die fast verloren gegangen wäre

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Food Pairing

  • Pulpo a la gallega – galicischer Tintenfisch mit Paprika und Olivenöl: der Klassiker aus der Heimatregion des Weins; der leichte Körper und die Säure harmonieren auch mit Meeresfrüchten
  • Gebratenes Kalbsfilet mit Waldpilzen und frischen Kräutern
  • Gegrilltes Lamm mit Knoblauch und Rosmarin
  • Galicisches Rindfleisch (Ternera Gallega) – das typische Rind der Region, zart und aromatisch
  • Gebratenes Geflügel mit Kräuterfüllung, etwa Perlhuhn oder Poularde
  • Reife, würzige Käsesorten mittlerer Intensität, z. B. Manchego oder San Simón da Costa (galicischer Räucherkäse)
  • Pilzgerichte: Steinpilzrisotto, gegrillte Trüffel, Waldpilzragout – die mineralisch-erdige Note des Weins harmoniert hervorragend

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Trinkfenster

Der Wein ist im Jahr 2026 bereits sehr gut zugänglich und zeigt eine ansprechende Fruchtfrische mit erster Komplexität. Für eine vollständige Integration aller Elemente und die Entfaltung der tertiären Noten empfiehlt sich ein weiteres Lagern von zwei bis vier Jahren. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2027 und 2031 liegen. Spätestens bis 2034 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 45 bis 65 Euro pro Flasche (0,75 l, Stand: Frühjahr 2026).

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