Der Nelin 2021 von Clos Mogador ist ein beeindruckender, vielschichtiger Weißwein aus dem DOQ Priorat – kraftvoll und mineralisch, dabei elegant und ausgewogen. Er vereint die typische Llicorella-Erdigkeit mit reifer Steinobstfrucht, cremigseidiger Textur und einem langen, mineralischen Abgang.
Als Werk eines der bedeutendsten Weingüter Spaniens und einer der wenigen ambitionierten Weißweine des Priorat verdient er uneingeschränkte Empfehlung für Weinliebhaber, die Komplexität und Tiefe suchen. Wer etwas Geduld mitbringt, wird mit weiterer Reife belohnt.
Was ist das für ein Wein?
- Name: Clos Mogador: Nelin
- Weingut: Clos Mogador (René Barbier)
- Klassifikation: DOQ Priorat
- Jahrgang: 2021
- Weinart: Weißwein
- Alkohol: 14 %
- Rebsorten: Grenache Blanc (Garnacha Blanca), Macabeo
- Weinausbau: Vergärung und Ausbau in französischen Eichenholzfässern (ca. 9–12 Monate)
Quellenangabe
Herkunft
- Kontinent: Europa
- Land: Spanien
- Provinz: Katalonien (Catalunya)
- Region: Priorat (Priorat DOQ / DOCa)
- Teilregion: Gratallops
- Ort: Gratallops, Tarragona
Terroir
- Bodentyp: Llicorella – der charakteristische Schiefer-Gneis-Boden des Priorat mit eingelagerten Quarzplättchen
- Bodenbeschaffenheit: Steinig, flachgründig, sehr gut drainiert; zwingt die Reben zur Tiefverwurzelung
- Klima: Mediterran-kontinental – heiße, trockene Sommer mit wenig Niederschlag (ca. 400–500 mm/Jahr), kalte Winter; starker Einfluss des Cierzo (Nordwestwind)
- Exposition und Hangneigung: Steile Terrassenlagen mit unterschiedlichen Expositionen, teilweise über 30 % Neigung
- Höhenlage: ca. 300–600 m über dem Meeresspiegel
- Besondere Einflussfaktoren: Extreme Trockenheit fördert konzentrierte Trauben; der mineralische Schieferboden prägt die Weine mit einer charakteristischen Steinnote; alte Reben (Vells Vinyes)
Quellenangabe
Besonderheit
Der Nelin gilt als einer der bedeutendsten Weißweine Spaniens. Er wird von René Barbier am Weingut Clos Mogador in Gratallops produziert – einem der Gründungsweingüter der modernen Priorat-Bewegung, die ab 1989 die Region neu definierte. Der Nelin war einer der ersten ambitionierten Weißweine, der in dieser traditionell von Rotweinen dominierten Appellation produziert wurde, und hat sich seitdem als Referenzwein für hochwertige Weißweine aus dem Priorat etabliert. Der Name des Weins ist der Tochter René Barbiers gewidmet.
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Sensorik
- Aussehen/Farbe: Tiefes, leuchtendes Goldgelb mit leicht grünlichen Reflexen; mittelhohe bis hohe Intensität; am Glas deutliche Viskosität
- Duft/Nase: Primär reife Steinobstnoten wie Aprikose und Pfirsich, ergänzt durch Apfel und tropische Anklänge (Ananas, Mango); deutliche Mineralienwürze mit Schieferstein-Charakter; sekundäre Hefenoten (Creme, Brioche); tertiäre Holzaromen (Vanille, Butter, geröstete Mandeln); weiße Blüten (Orangenblüte, Kamille) in der Hintergrundaromatik
- Geschmack/Gaumen: Vollmundig und cremig mit kräftigem Körper; dichte, seidige Textur; gut integrierte Eiche ohne Dominanz; reife Frucht (Aprikose, weißer Pfirsich) im Vordergrund; lebendige, stützende Säure; ausgeprägte mineralische Prägung; saftig und lang anhaltend
- Abgang/Länge: Lang bis sehr lang; mineralisch-salzig mit nachhallenden Nuancen von reifen Früchten, Mandeln und einem Hauch Würze; edler, trockener Abschluss
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Qualität
- Komplexität: Sehr hoch – der Wein vereint primäre Steinobstaromatik, ausgeprägte Mineralität, cremige Hefenoten und gut integrierten Holzeinfluss in mehreren Schichten
- Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – Säure, Körper, Frucht und Holz stehen in harmonischer Wechselwirkung; der 2021er zeigt dabei etwas mehr Frische als wärmere Jahrgänge
- Typizität: Herausragend typisch für einen ambitionierten Priorat-Weißwein; die Llicorella-Mineralität ist klar im Wein ablesbar; Grenache Blanc und Macabeo zeigen ihre volle Ausdruckskraft
- Lagerpotential: Gut bis sehr gut – der Wein kann noch 8–12 Jahre weiterentwickeln und wird mit zunehmender Reife an Komplexität gewinnen
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Charakter
- Kraftvoll und zugleich elegant – ein Weißwein mit substanziellem Körper, der dennoch nie schwerfällig wirkt
- Tief mineralisch und von der Llicorella-Prägung durchdrungen – die Schiefererde ist im Glas spürbar
- Sonnig und südlich in der Fruchtigkeit, mit warmer, reifer Aprikosen- und Pfirsichnote
- Mediterrane Wärme trifft auf frische Säure – typisch für den etwas kühleren 2021er Jahrgang
- Mit Luftkontakt öffnet der Wein sich zusehends und entwickelt weitere Aromentiefe
- Meditativ und vielschichtig – ein Wein zum Genießen, nicht zum hastigen Trinken
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Food Pairing
- Gegrillter Steinbutt oder Seezunge in brauner Butter mit Kapern
- Gegrillte Languste oder Scampi mit Knoblauch und feinen Kräutern
- Kalbsbries oder Kalbsmedaillons in Morchelsauce
- Weißes Trüffelrisotto mit Parmesan
- Reifer Manchego oder Comté (mind. 18 Monate Reife)
- Pasta mit Trüffeln und Pecorino
- Jakobsmuscheln mit Selleriepüree und Haselnussbutter
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Trinkfenster
Der Wein ist bereits jetzt gut trinkbar und zeigt seine erste Reife mit schöner Frische und gutem Ausdruck. Ideale Trinkreife wird voraussichtlich zwischen 2027 und 2033 erreicht. Der Jahrgang 2021 profitierte von etwas mehr Frische als wärmere Vorjahre, was ein besonders gutes Alterungspotenzial verspricht. Spätestens bis 2036 trinken.
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Preis
Der typische Marktpreis liegt bei ca. 50 bis 60 Euro pro Flasche (0,75 l). Auf Vivino wird der 2021er Jahrgang aktuell für ca. 52 Euro angeboten (Stand: Frühjahr 2026).