i Clivi Brazan

i Clivi Brazan

Der I Clivi Brazan 2023 ist ein außergewöhnlicher Weißwein aus dem Collio Goriziano, der die Seele des Friauls in vollendeter Form auf die Flasche bringt. Über 80 Jahre alte Reben auf mineralreichem Ponca-Boden, Ganztraubenpressung und ein langer Ausbau auf der Feinhefe ergeben einen Wein von burgundischer Eleganz mit unverwechselbar friaulischer Eigenständigkeit – mineralisch, präzise, salzig-tiefgründig und mit beeindruckendem Lagerpotential bis 2037.

Mit Wertungen von 96/100 (Lobenberg), 93/100 (Parker) und 93/100 (Galloni) sowie einer Produktion von nur ca. 4.000 Flaschen ist der Brazan 2023 eine absolute Empfehlung für jeden, der die großen Weißweine Norditaliens liebt und bereit ist, etwas Geduld mitzubringen.

Hasenscore: 93


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: i Clivi Brazan
  • Weingut: I Clivi (Mario Zanusso), Gramogliano bei Corno di Rosazzo, Provinz Udine
  • Klassifikation: Collio DOP
  • Jahrgang: 2023
  • Weinart: Weißwein, trocken
  • Alkohol: 13,5 %
  • Rebsorten: Ribolla Gialla 50 %, Friulano (Tocai Friulano) 40 %, Malvasia Istriana 10 %
  • Weinausbau: Ganztraubenpressung mit sanftem Druck, nur erster Pressanteil verwendet; Gärung im Edelstahltank mit wilden Hefen; 12 Monate Ausbau auf der Feinhefe im Holzfass; anschließend 6 Monate Abrundung im Edelstahltank (gesamt 18 Monate Reifezeit)

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Italien
  • Region: Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)
  • Weinbaugebiet: Collio Goriziano (Collio DOP)
  • Ort: Brazzano di Cormons, Provinz Gorizia

Terroir

  • Bodentyp: Ponca – mineralreicher Wechsel aus Mergel (Kalkstein-Tonschiefer) und Sandstein; im Collio Goriziano prägender Bodentyp
  • Bodenbeschaffenheit: Gut drainiert, steinig, mineralreich, relativ flachgründig auf Hanglagen
  • Klima: Semikontinental mit mediterranen und alpinen Einflüssen; die Nähe zur Adria sorgt für milde Winter und warme Sommer, die Alpen schützen vor Kälteeinbrüchen aus dem Norden
  • Besondere Einflussfaktoren: Grenznähe zu Slowenien (Brda / Goriška brda); die Lage Brazan zeichnet sich gegenüber der Nachbarlage Galea durch stärkere Tages-Nacht-Temperaturschwankungen aus, was die ausgeprägte Mineralik und Frische des Weins fördert
  • Rebenalter: über 80 Jahre

Quellenangabe

Besonderheit

  • Die Lage Brazan ist eine der beiden Cru-Einzellagen des Weinguts I Clivi und liegt in Brazzano di Cormons im Collio Goriziano, unmittelbar an der Grenze zu Slowenien.
  • Die Reben sind über 80 Jahre alt und stehen auf mineralreichem Ponca-Boden (Mergel und Sandstein).
  • Die Jahresproduktion beträgt lediglich ca. 4.000 Flaschen.
  • Es wird ausschließlich der erste und reinste Teil der Pressung verwendet.
  • Kritikerwertungen 2023er Jahrgang: Lobenberg 96/100, Parker 93/100, Galloni 93/100.
  • Der Brazan gilt unter Kennern als einer der aufregendsten Weißweine des Friauls und wird von Heiner Lobenberg als „Friaul at its Best" bezeichnet.
  • Winzer Mario Zanusso trinkt den Wein nach eigenem Bekunden am liebsten im Alter von 10 Jahren.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Leuchtendes Zitronengelb mit grünen Reflexen; mittlere bis hohe Intensität; klares, brillantes Erscheinungsbild
  • Duft/Nase: Intensive Kalkstein-Mineralität, salzig und leicht rauchig, zerbröseltes Gesteinsmehl und Feuerstein bilden das Fundament; mit Luftkontakt öffnen sich Aromen reifer gelber Äpfel, Birnen und Pfirsiche sowie frisch gebackener Zitronentarte und süßem Brioche; zarte weiße Blüten, ein Hauch Vanille, Muskatnuss, Zimt und brauner Pfeffer; dazu wilde Kräuter, Sternanis und Grapefruit
  • Geschmack/Gaumen: Linearer salziger Zug mit knackiger Frische schießt über die Zunge; Quitten und saftige Mirabellen; mittlerer, eleganter Körper; puristische Mineralität in harmonischer Verbindung mit saftiger Frucht; Nektarine und Birne; rundes, samtiges Mundgefühl; leicht bittere florale Noten, pudrige Rosenblüten, Mandarinenschale, Koriandersaat und weißer Pfeffer; nach Antonio Galloni „round textures and pure style"
  • Abgang/Länge: Lang bis sehr lang; anhaltende steinige Kalkstein-Haptik und trinkanimierende Salzigkeit; leichte, zitrusfrische Noten; nach Galloni „long and spicy with saline resonance"

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Qualität

  • Komplexität: Sehr hoch. Der Wein entfaltet sich schichtweise – von der mineralischen Basis über reife Primärfrucht bis hin zu tertiären Gewürz-, Brotteig- und floralen Noten. Heiner Lobenberg beschreibt ihn als „ultra fesselnd" und bezeichnet ihn als „mind blowing".
  • Ausgewogenheit (Balance): Hervorragend. Salzige Mineralität, lebendige Säure, saftige Frucht und der trockene Alkohol bilden eine bemerkenswert harmonische Einheit. Robert Parker attestiert dem Wein ausdrücklich „good balance".
  • Typizität: Ausgezeichnet. Der Brazan verkörpert den Charakter des Collio Goriziano auf höchstem Niveau: autochthone Rebsorten, mineralischer Ponca-Boden, präzise Vinifikation ohne technologische Eingriffe und konsequenter Verzicht auf übermäßige Holzeinflüsse.
  • Lagerpotential: Hoch. Das angegebene Trinkfenster liegt bei 2025 bis 2037. Winzer Mario Zanusso empfiehlt, den Wein nach etwa 10 Jahren zu öffnen. Antonio Galloni bescheinigt dem 2023er „a very bright future".

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Charakter

  • Mineralisch und präzise: Eine intensive, kalksteinartige Mineralität dominiert den Wein von Anfang bis Ende – geprägt durch den Ponca-Boden und den langen Ausbau auf der Feinhefe.
  • Meditativ und komplex: Brazan entwickelt sich mit Luft kontinuierlich weiter und offenbart immer neue Aromen-Schichten – ein Wein, der Aufmerksamkeit verlangt und belohnt.
  • Burgundischer Esprit in friaulischem Gewand: Heiner Lobenberg vergleicht die Eleganz mit dem Burgund, während der Wein aromatisch eine unverkennbar friaulische Eigenständigkeit bewahrt.
  • Schlank und spannungsgeladen: Trotz seiner Tiefe ist Brazan kein üppiger Weißwein – er lebt von linearer Spannung, knackiger Frische und dem salzigen Zug.
  • Langstreckenläufer: Mit einem Lagerpotential bis 2037 und dem Rat des Winzers, 10 Jahre Geduld mitzubringen, ist Brazan ein Wein für Geduldige, der mit der Zeit an Tiefe und Komplexität gewinnt.
  • Seltenheit und Handwerk: Nur ca. 4.000 Flaschen pro Jahrgang, handgelesen, Ganztraubenpressung, ausschließlich der erste Pressanteil – das sind die Zutaten eines konsequent handwerklich gemachten Weins.

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Food Pairing

  • Gegrillter Steinbutt mit Kräuterbutter und Meeresfrüchten
  • Risotto ai frutti di mare – Meeresfrüchte-Risotto mit frischen Schalentieren
  • Gedünsteter Seezungenfilet mit Kapern-Zitronen-Vinaigrette
  • Tajarin mit weißem Trüffel – piemontesische Eiernudeln, deren erdige Trüffeltiefe die Mineralität des Brazan spiegelt
  • Frische Langustinen oder Scampi mit Olivenöl und Fleur de Sel
  • Gebratenes Perlhuhn mit Kräutern der Provence
  • Reifer Montasio stravecchio oder halbgereifter Friulaner Bergkäse
  • Leichte Hühnersalate mit frischen Kräutern (laut Parker ideal für den Brazan)

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Trinkfenster

Der Wein ist aktuell (2025/2026) bereits sehr gut trinkbar und zeigt eine erste, reizvolle Jugendfrische. Mit seiner präzisen Mineralität, der lebendigen Säure, dem langen Ausbau auf der Feinhefe und dem Rebenalter von über 80 Jahren besitzt der 2023er Brazan ein ausgezeichnetes Lagerpotential. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2030 und 2036 liegen. Winzer Mario Zanusso empfiehlt, den Wein idealerweise im Alter von etwa 10 Jahren zu öffnen – also ab 2033. Antonio Galloni bescheinigt dem Jahrgang 2023 ausdrücklich eine „very bright future". Spätestens bis 2037 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 25 bis 33 Euro pro Flasche (Stand: Mai 2026). Der 2023er Brazan ist über vino.com für ca. 25 Euro erhältlich, bei Lobenbergs Gute Weine für 33 Euro. Der durchschnittliche Marktpreis beträgt laut Wine-Searcher ca. 24 Euro exkl. Steuern.

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